Geschwister-Prenski-Schule erinnert an Richard Yashek und die Deportation nach Riga
In Erinnerung an die Geschwister Prenski leistet die gleichnamige Lübecker Schule aktive Erinnerungsarbeit von und mit den Schüler:nnen und setzt ein Zeichen gegen Ausgrenzung in jeder Form, gegen Antisemitismus und Rassismus. Jetzt veröffentlichte die Geschwister-Prenski-Schule in einer Kooperation mit der Stadt Bad Schwartau und Heidemarie Kugler-Weiemann die erweiterten Erinnerungen von Richard Yashek, der seine Kindheit in Lübeck und Bad Schwartau verbrachte und den Holocaust überlebte.
Yasheks Erinnerungen an die Verfolgung, Deportation und sein Überleben wurden vor gut 20 Jahren vom Schulverein veröffentlicht und sind jüngst in einer modernisierten Neuauflage herausgegeben worden. Erscheinungstermin ist der Jahrestag der Deportation der Lübecker und Bad Schwartauer Juden am 6. Dezember.
Ergänzt wird die Buchpublikation durch die Wanderausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme „Der Tod ist ständig unter uns.Die Deportation nach Riga und der Holocaust im deutsch besetzten Lettland“, die vom 9. Dezember 2025 bis 27. Januar 2026 in Lübeck und Bad Schwartau gezeigt wird.
Ein Teil der Ausstellung, bestehend aus 40 Tafeln, wird im Rathaus Bad Schwartau präsentiert, ein weiterer Teil an der Geschwister-Prenski-Schule. Letzterer umfasst auch Hands-On-Elemente und Hörstationen, die den Schüler:innen den Zugang zur Ausstellung erleichtern. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Folgen der „Polenaktion“, also die Deportationen in die Konzentrationslager im Osten, speziell in Riga, und kontextualisiert dabei die Erinnerungen Richard Yasheks.
Zum Rahmenprogramm zählen Vorträge und Lesungen sowie kostenlose Führungen durch beide Ausstellungen für Schulklassen und weitere Interessierte.
Dieses wichtige Projekt wird mit großem Engagement neben dem regulären Schulalltag umgesetzt. Die Gemeinnützige Sparkassenstiftung würdigt diese Initiative mit einer Förderung in Höhe von 3000 Euro.
